Engagement seit Generationen

Wir sehen unsere Arbeit wie einen guten Rebschnitt: Wir bewahren, was trägt, und schaffen Raum für Neues, das wachsen darf. Unser Ziel ist es, das Erbe mit Sorgfalt zu pflegen und zugleich mit Leidenschaft und Zielstrebigkeit in die Zukunft zu führen.

Historie

Im Jahr 1955 legt Adolf Gattinger gemeinsam mit seiner Frau Krimhilde den Grundstein für das heutige Weingut, als er seinen ersten Wein in die Flasche füllt. Gleichzeitig beginnt er mit der Bewirtschaftung eines eigenen Weingartens – der Anfang eines Lebenswerks, das von Hingabe, handwerklicher Präzision und visionärem Weitblick geprägt war.

Mit großem Einsatz erwirbt er in den folgenden Jahren mehrere Weingärten am Weitenberg. Viele davon sind verfallen und stark vernachlässigt, doch Adolf erkennt ihr Potenzial. In mühevoller Handarbeit errichtet er neue Steinmauern, saniert die Lagen und formt daraus erstklassige Weingärten in bester Südhanglage.

So entsteht Schritt für Schritt ein Weingut, das nicht nur für hohe Qualitätsansprüche steht, sondern auch für die Leidenschaft und Beharrlichkeit eines Winzers, der den Weitenberg nachhaltig geprägt hat.

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Im Jahr 1996 übernehmen Andreas und Martina den Betrieb und beginnen, ihre Vision vom Weingut zu verwirklichen. Am Weitenberg legen sie 2002 die Grundmauern für ein neues Weingut – der Beginn eines Weges, der es zu dem macht, was es heute ist. Mit Leidenschaft, Hingabe und höchstem Qualitätsanspruch haben sie einen Ort geschaffen, der Tradition, Handwerk und Herzensarbeit perfekt verbindet.

Die heutige Generation übernimmt
Im Sommer 2022 kommt Schwiegersohn Gerald Zeiner dazu. Früher Profisportler und Kapitän der österreichischen Handball-Nationalmannschaft. Heute mit derselben Hingabe im Weingarten und im Keller aktiv. Er weiß: Nur Leidenschaft führt zum Ziel.
Unsere Weine sind traditionell und modern zugleich. Traditionell: Die Idee von Wein, die Adolf Gattinger aus seiner Zeit als Kellermeister bei Josef Jamek mitgebracht hat. Modern: Der Einsatz von energie- und umweltschonender Technik sowie die Zusammenarbeit mit der BOKU und den Weinbaufachschulen. Das Ergebnis: das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“ – und Weine, die Vergangenheit und Zukunft in sich tragen.

Handwerk

Ein Schluck macht nicht glücklich
Unsere Weine nehmen sich Zeit – und gewinnen mit jedem Schluck dazu. Für wiederkehrende Freude setzen wir auf Verträglichkeit und ein subtiles Geschmacksbild. Dafür verzichten wir bewusst auf hohe Schwefelgaben, überbetonte Säure und übermäßigen Alkoholgehalt. Weinsteinausfall in die Flasche sehen wir als Gütesiegel. Er zeigt, dass unsere Weine nicht künstlich stabilisiert und energiesparend produziert wurden. Ihre wahre Qualität offenbart sich in leeren Flaschen und ganz sicher am nächsten Morgen. Müssten wir unsere Weinstilistik mit einem Wort beschreiben, dann wäre es Bekömmlichkeit.
Nachhaltige Bewirtschaftung
Bei aller Sympathie für die traditionellen und schonenden Methoden der Vergangenheit, sind wir offen für neue Wege und Werkzeuge. Insbesondere dann, wenn sie uns helfen, die Biodiversität zu erhöhen, Erosion vorzubeugen und den Einsatz von fossiler Energie zu verringern. Dazu gehören elektrisch betriebene Werkzeuge ebenso wie der Verzicht auf künstliche Dünger, Kupfer, Bortrytizide, Insektizide und Herbizide. Unsere PV-Anlage liefert jährlich mehr Strom als das gesamte Weingut inklusive zwei Wohnhäuser verbraucht! Somit sind wir seit dem Jahr 2023 energieautark.

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Traktoreinsätze für die Bodenbearbeitung? So wenig wie möglich, nur so viel wie nötig. Wir dürfen uns mit Stolz noch „Weinhauer“ nennen, da wir die Reben händisch bearbeiten – oder „behauen“, wie man bei uns sagt. Das tun wir aktuell zu dritt. Man kann wirklich sagen, wir kennen jeden Weinstock persönlich und wissen genau, wo Hand anzulegen ist. Das ist nur möglich in einem kleinstrukturierten Betrieb wie unserem – und die Grundlage für Weine mit Persönlichkeit, die sich angenehm von der Masse abheben.